Eine hartnäckige Frage
Ich habe meine Karriere der Konfliktpsychologie, der politischen Gewalt und dem gewaltbereiten Extremismus gewidmet. Dabei kehrte eine Frage immer wieder zurück:
Was nützt Wissen über demokratische Verwundbarkeit, wenn es nicht dort ankommt, wo Demokratie täglich gestaltet wird?
Ich habe nach einem Ort gesucht, an dem politische Psychologie konsequent in demokratische Praxis übersetzt wird. Ich konnte ihn nicht finden.
Also habe ich ihn geschaffen.
Hintergrund und Forschung
State of Mind ist aus Jahren Forschung, Lehre und öffentlicher Arbeit entstanden.
Ich bin promovierte politische Psychologin und habe an der Aarhus University, Harvard und der University of Rhode Island geforscht und gelehrt. Im Zentrum meiner wissenschaftlichen Arbeit stehen politische Gewalt, Radikalisierung und gewaltbereiter Extremismus – und die psychologischen Prozesse, die Menschen und Gruppen in Richtung Eskalation bewegen. Meine Forschung wurde international gefördert, wissenschaftlich veröffentlicht und in internationalen Medien aufgegriffen.
Ende 2025 habe ich meine akademische Position in den USA aufgegeben, als der politische Druck auf Wissenschaft und demokratische Institutionen zunahm. Ich wollte, dass dieser Moment mehr bedeutet als den Abschied von einer Universität oder einem Land. Die psychologischen Kräfte, die Demokratien unter Druck setzen, sind nicht auf einen Ort begrenzt – und das Wissen darüber sollte es auch nicht sein.
Meine Überzeugung
State of Mind ist meine Antwort darauf. Wissenschaft soll nicht an der Universität enden. Sie soll Menschen und Institutionen helfen, politische Dynamiken früher zu erkennen, bessere Entscheidungen zu treffen und handlungsfähig zu bleiben.
Psychologie für Demokratie
Psychologische Mechanismen können genutzt werden, um zu spalten, zu manipulieren und demokratische Institutionen zu schwächen. Dieselben Mechanismen lassen sich aber auch verstehen – und dieses Wissen verändert, wie wir darauf reagieren.
Meine Arbeit beruht auf einer einfachen Überzeugung: Wer Demokratie stärken will, muss verstehen, wie Menschen wahrnehmen, fühlen, urteilen und handeln. Psychologische Kompetenz gehört deshalb nicht an den Rand der Demokratiearbeit. Sie gehört zu ihrer Infrastruktur.